y(pysilanti)s ende

30. October 2008

Entschuldigt bitte den ziemlich lahmen Wortwitz in der Überschrift, aber das musste einfach sein… Ich hätte es wieder rausnehmen können, ich weiß, aber irgendwie hats mir dann doch auch gefallen und nun muss es JEDER ertragen – hehe :)

Aber halt! Wortwitz? Geht es nicht um hessische Landespolitik? – Nein, nicht mal im Entferntesten! Es geht um ein Buch (auch ohne SPD Beteiligung)! Im Endeffekt hat nicht einmal Deutschland eine Nennenswerte Rolle in dem Buch, aber das Y – das hat eine Rolle. Genauer gesagt ein Herr – und zwar der Herr Y oder: im Englischen Mr. Y! Es geht um das Buch: The End of Mr. Y von Scarlett Thomas, das es bisher (soweit ich weiß) noch nicht nach Deutschland geschafft hat! das im Deutschen Troposphere heißt.

Das Buch ist auch noch aus England, aber ich hatte einfach zu wenig Zeit… Auf jeden Fall habe ich mir den Titel primär wegen dem schicken Einband geholt. Der sieht in der UK Version noch etwas wirrer aus, wie der hier abgebildete, aber egal… War auf jeden Fall der Hauptkaufgrund. Außerdem las sich der Klappentext ganz gut und schwarz eingefärbte Seitenränder sind einfach zu spooky :)

Worum es bei diesem mysterösem Titel hinter dem etwas wirren Cover geht, erfahrt ihr nach dem Sprung (natürlich ohne Spoiler!)

Es geht um Ariel Manto eine junge Frau, die an einer Uni arbeitet und eine Doktorarbeit über den mysteriösen (aber fiktiven) Autor Thomas Lumas schreibt. Dieser hat ein besonderes Werk “The End of Mr. Y” geschrieben, das verflucht sein soll, denn alle, die es gelesen haben, sind gestorben! Das Buch selbst ist aber verschollen bzw. es soll nur noch sehr wenige Exemplare davon geben (eines davon in Deutschland… uuuh)!
Die Universität an der Ariel ist scheint wohl auch fiktiv zu sein, aber nachdem Scarlett Thomas an der University of Kent (welch lustiger Zufall, wo Canterbury doch in Kent liegt), hat mich die Region schon sehr an eben die um Canterbury erinnert!
Durch Zufall jedenfalls gelangt Ariel an eben dieses Buch, nachdem ihr Professor an der Uni plötzlich spurlos verschwindet! Und sie liest es natürlich! Und dann erfährt man eine irre Fahrt durch Raum und Zeit, Philosophie und Physik – eine surrealistische Fahrt mit einer Prise Sex!
Am ehesten kann man das Buch, finde ich, vom Typus her mit Sofies Welt vergleichen, wobei der Vergleich stark hinkt! Aber es gibt die Ähnlichkeit, dass Scarlett Thomas hier philosophische Anschauung und Physik zusammen mit einer starken Geschichte verwebt!

Das muss man also schon mögen! Denn die Gedankenspiele und Diskurse, die Ariel in die Welt von Pholosphie und Physik unternimmt, sind für die Geschichte wichtig und als Leser muss man diesen folgen, um die Geschichte auch genießen zu können! Wer aber Sophies Welt nicht mochte, braucht das Buch nicht schon abschreiben! So komplex ist es nicht und die Geschichte drumrum ist fesselnd und spannend, so dass diese Exkurse nicht langweilig werden, sondern zum Einen etwas die Spannung hinauszögern und zum Anderen wichtige Gedankenverknüpfungen ermöglichen!
Es ging mir öfter so, dass ich das Buch weg legte und dann noch lange Zeit im Bett hin und her überlegt habe, was passieren könnte und auch die gerade erfahrenen Ansichten (egal ob über die Relativitätstheorie oder künstliche Intelligenz) regen zum Weiterdenken an!

Und dann kommt da noch die Story! Ich will nicht zu viel verraten, aber es ist eine rasante Fahrt durch England mit viel Spannung, Mysterie, aber stets mit dem Touch Persönlichkeit, den Ariel dem Ganzen einhaucht! Als Ariel das Buch gelesen hat, stellen sich eigentlich nur mehr Fragen als Antworten und sie begibt sich auf die Suche nach ihrem verschollenen Professor! Auch zwei CIA Schläger, die ihr plötzlich auflauern und ebenfalls an das Buch gelangen wollen machen diese Aufgabe nicht unbedingt einfacher! Verfolgt und in Mysterien verstrickt geht die Reise weiter…. und dem Leser stellt sich die Frage:

Würdest du ein Buch lesen, von dem du wüsstest, dass es verflucht ist?

Das Buch hat mich stets gefesselt und ich war schon traurig, als es zu Ende war! Und hier kommt auch der einzige echte Kritikpunkt: das Ende! Es kommt etwas zu schnell für meinen Geschmack und ist dann auch leicht kitschig. Trotzdem: a good read! Lesenswert!


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4 Kommentare für 'y(pysilanti)s ende'

  1.  
    1. November 2008 | 0:38 Uhr
     
     

    Klingt sehr interessant… Ich glaub das werd ich mir mal bestellen :-) :D

     
  2.  
    alex
    1. November 2008 | 17:13 Uhr
     
     

    Ja, hat mir wirklich sehr gut gefallen! Wenn du’s auch liest, kannst ja sagen, wie du’s fandest ;)

     
  3.  
    Manu
    2. November 2008 | 18:19 Uhr
     
     

    Ach, ich wart, bis ich wieder in Passau bin, dann kanns mir der Herr Erdl leihen, was er ja gerne tut, gell Herr Erdl ;)

     
  4.  
    alex
    3. November 2008 | 16:01 Uhr
     
     

    oder so :)
    kann ich dir schon leihen! hehe